Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Diakonie Forum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.
iche
unregistriert
Nunja Herr Kottnik.
Allerdings haben Sie auch gesagt: Ja wenn das ein System gewesen wäre, was man täglich hätte tun müßen, dann wäre es Zwangsarbeit! Genau Herr Kottnik, wir haben es täglich tun müßen und wurden dafür noch verprügelt. Gefällt Ihnen nicht wie? Ich versichere Ihnen - uns hat es damals auch nicht gefallen - aber wir waren eben in "Deckertau", und nicht bei "irgendwelchen" Bauern. Die Praktikanten schlugen fröhlich drauflos, und der "Kalus" stand mit seinem "freilaufenden" Schäferhund dabei und der biß uns dauernd in die Beine. Der Scheffler schlug auch gerne und zwar mir der Faust, und das recht oft! Ich kann Ihnen garnichts Gutes sagen Herr Kottnik, denn so etwas gab es in "Deckertau" einfach nicht, und "Deckertau" gehört doch auch zu Freistatt, wenn auch recht tief im Moor versteckt! Also, Herr Kottnik, jetzt wißen auch Sie was Zwangsarbeit ist und wo diese geleistet wurde, nämlich im Moor! In Freistatt, auch wenn Ihnen das nicht gefällt.
HINWEIS: 1.) zu all dem was voraus gegangen ist; 2.) zu dem Frontal21 TV-Programm vom 22.04.2008; 3.) zu einem ARD-TV-Programm am 24.04.2008 um 21:45 - 22:15
Ich möchte jetzt noch einmal ganz besonders auf meinen Beitrag in diesem Diakonie-Forum vom Freitag, 18. April 2008, 09:31, hinweisen, der teilweise wie folgt ließt:
Hallo Allesamt - Einen schönen Guten Tag !
Ich möchte jetzt noch einmal, ganz besonders, auch hier, auf Aufrufe bestimmter Mitglieder aus den Reihen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) selbst, hinweisen, falls diese Aufrufe dieser engagierten Mitglieder von der (restlichen) evangelisch-lutherischen Hierachie in Deutschland bisher vergessen oder übersehen worden sind.
1.) "Erst jetzt finden etliche Betroffene den Mut und die Kraft, über das dort [ in den damaligen west-deutschen Heimen der Nachkriegszeit ] Erlittene zu sprechen. Es erfüllt uns mit Scham, was dabei zutage tritt. Aber wir dürfen uns davor nicht verschließen; denn wenn dieses Unrecht nicht beim Namen genannt wird, wird die Würde der betroffenen Menschen heute genauso verletzt wie damals." Der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Dr. Wolfgang Huber, in einer Rede am 10. März 2006 in Dortmund. http://www.ekvw.de: Vortrag: Bischof Huber Lehrertag 2006 [ @ http://www.ekvw.de/fileadmin/sites/ekvw/…hrertag2006.pdf ]
2.) Pfarrer Wolfgang Wagner von der Evangelischen Akademie Bad Boll nimmt Stellung zur Heimerziehung im Nachkriegsdeutschland (BRD) (Westdeutschland), dem SPIEGEL-Buch “Schläge im Namen des Herrn”, und zu den Aussagen von Pfarrer Jürgen Gohde, Präsident des Diakonischen Werkes, dazu.
@ http://www.heimkinder-ueberlebende.org/S…24.02.2003.html
3.) Leserbrief von Pfarrer Dierk Schäfer – Akademie Bad Boll – 14.03.2006 – und seine persönliche Stellungnahme zu der im Nachkriegsdeutschland (in der BRD) in der Heimerziehung weiter fortgeführten “Schwarzen Pädagogik der Nazis” | – sein persönlicher Aufruf zur Aufarbeitung der Geschichte, und zum Sühne tun –
@ http://www.heimkinder-ueberlebende.org/L…14.03.2006.html
4.) Offener Brief von Pfarrer Dierk Schäfer – Akademie Bad Boll – 12.04.2006 – an Pfarrer Jürgen Gohde, Präsident des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche in Deutschland, worin Pfarrer Dierk Schäfer, u. a., ganz besonders darauf hinweisst, dass zu einer umfassenden Aufarbeitung der Mißstände in den Nachkriegs-Heimen Westdeutschlands, auch eine Neubewertung des Tuns, Wirkens und Handelns von Johann-Hinrich Wichern, Gründer der Inneren Mission und Vater des damaligen Rettungshausgedanken, gehört.
@ http://www.heimkinder-ueberlebende.org/O…12.03.2006.html
5.) ( 16.04.2008 ) [...] Fürbitte ( vom 01.04.2008 ) seitens Pfarrer Dierk Schäfer[/color] [...] an den Diakoniepräsidenten Pfarrer Klaus-Dieter K. Kotnick [...]
UPDATE vom 21. April 2008 ( betreffend Punkt 5 !!! ) ( UPDATE getätigt in Australien am 21.04.2008 !!! ):
[ Meine Webseite Heimkinder-Ueberlebende.org wird ebenfalls, diesbetreffend, in Kürze, dementsprechend geupdatet werden ! [ bzw. ist am 23.04.2008, diesbetreffend, dementsprechend, geupdatet worden. Siehe @ http://www.heimkinder-ueberlebende.org/B…-Heimkinder.php ]]
Wie ich selbst leider erst heute erfahre, stellt sich heraus, daß dieses hier von mir erwähnte Fürbitte-Schreiben seitens Pfarrer Dierk Schäfer, von der Evangelischen Akademie Bad Boll, an den ( seit dem 01.02.2007 neuen ) Diakoniepräsidenten, Pfarrer Klaus-Dieter K. Kotnick tatsächlich schon am 09.04.2008 von Herrn Kotnick beantwortet worden war; aber Herrn Kotnicks Antwort war erst am 16.04.2008 ( genauer gesagt am Nachmittag [ MEZ ] den 16.04.2008 ) – also nachdem die diesbetreffende Veröffentlichung hier und auf meiner Webseite Heimkinder-Ueberlebende.org stattgefunden hatte – bei Herrn Schäfer eingetroffen ( Australien ist zeitlich Mitteleuropa immer 7-9 Stunden voraus ! ).
Es muß daher, nochmals, speziell von mir hervorgehoben werden, daß dieses Fürbitte-Schreiben tatsächlich zeitnahe beantwortet worden ist !!!
Der Wortlaut der Antwort – eine private Nachricht von Herrn Kotnick an Herrn Schäfer – hingegen, ist bisher noch nicht bekannt gegeben worden ( eine Verpflichtung zur Veröffentlichung dieser privaten Nachricht besteht natürlich nicht ! ).
Übrigens ist der vorherige Diakoniepräsident, Pfarrer Jürgen Gohde, am 21. Juni 2006 von diesem Amt zurückgetreten ( siehe @ http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCrgen_Gohde ). Zu seinem Nachfolger wurde am 19. Oktober 2006 Pfarrer Klaus-Dieter K. Kotnick gewählt, der sein Amt am 01.02.2007 angetreten hat ( siehe @ http://de.wikipedia.org/wiki/Klaus-Dieter_Kottnik ).
Mit freundlichen Grüßen von "Ehemaliges Heimkind" aus Australien.
Martin Mitchell
ZWEITENS:
Zweiteiliges TV-Programm auf ZDF.de / 2DF : Frontal21 vom 22.04.2008 über "Ehemalige Heimkinder der alten Bundesländer" ( vorwiegend in kirchlichen Heimen und Anstalten, insbesondere, in diesem Fall, in evangelischen Einrichtungen ); hier kann man alles noch einmal nachlesen und sich auch die, jeweiligen videos noch einmal anschauen:
(a) "Zwangsarbeit für die Kirche?" - "Heimkinder fordern Entschädigung" @ http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/11/…7227371,00.html
[ Der neue Diakoniepräsident Pfarrer Klaus-Dieter K. Kotnick zeigt in diesem Fernseh-Programm, erstmalig, sein wahres Gesicht ! ]
[ Das von Frontal21 in diesem Programm / Artikel verwendete Farbfoto der kommerziellen Torfgewinnung, zeigt mich im Vordergrund, links, bei der Zwangsarbeit im Sommer 1963 auf einem Torffeld in der Nähe von "Deckertau" im Bethel-eigenen "Wirtschaftbetrieb", der "Torfgewinnungsgesellschaft" dem "Freistätter Wietingsmoor". ]
(b) "Gehorsam, Diziplin, Unterordnung" - "Erziehungswissenschaftler zur Heimerziehung in der Nachkriegszeit" : Intensives Interview mit Erziehungswissenschaftler Prof. Manfred Kappeler @ http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/31/…7227519,00.html
DRITTENS:
TV-Programm-Tip betreffend einem Programm über "Ehemalige Heimkinder der alten Bundesländer" ( vorwiegend in kirchlichen Heimen und Anstalten, insbesondere, in diesem Fall, in katholischen Einrichtungen ): Donnerstag, 24. April 2008, 21.45 - 22.15 Uhr, ARD, in der Sensung "Monitor" ( MONITOR Nr. 577 ): "Die Katholische Kirche und Zwangsarbeit = The Catholic Curch and forced labour". Siehe WDR - DasErste.de ( Fernsehen : TV ) @ http://www.wdr.de/tv/monitor/beitragsuebersicht.phtml . Eine Stunde später, nach der Sendung, wird man dann auch im Internet über dieses Programm nachlesen können, und sich sicherlich auch dort noch einmal das video ansehen können ( einen direkten Link gibt es leider noch nicht ).
Hoffe Euch allen hiermit geholfen zu haben.
Mit freundlichen Grüßen von "Ehemaliges Heimkind" aus Australien.
Martin Mitchell
Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von »Ehemaliges Heimkind« (24. April 2008, 08:35)
Arwin
unregistriert
Das ist Information und macht Mut aber auch Wut.
Auch ich kam in die Auswahl,in Freistatt therapiert zu werden.
Es müßten noch mehr ehemalige "Zöglinge" den Mut finden sich zu offenbaren und dem Pr.Kotnick die Stirn bieten.Seine geistigen Ausfälle erschrecken und machen deutlich,wieviel Menschenverachtung sich in seiner Person manifestiert hat.Er läuft in der Spur der unsäglichen Geschichte der Diakonie und lügt einem Millionen Publikum ganz frech etwas vor.Das ist ein würdiger Präsident,da kann man der Diakonie nur gratulieren.
Nur bin ich mir nicht sicher,ob alle Aufrechten,die es auch innerhalb der Diakonie gibt,damit leben wollen.
Jetzt waren prügelnde Erzieher "Therapeuten"ohne jeglicher legitimer Qualifikation.Oder reichte "Bruder"?
Erst wurden wir unmenschlich behandelt und jetzt werden wir vom Prasidenten der Diakonie verhönt.Ein destrukktiver Mensch hat das sagen und das sagt eine Menge aus.
So schließt man keinen Frieden mit den tausenden von Betroffenen und deren Familien,sie wenden sich ab und die Zahl der Ehemaligen mag sich verringern aber ihre Angehörigen wissen um die Schmach,die man ihren Vätern oder Müttern angetan hatte,auch noch im nachhinein und damit brandmarkt Herr Kotnick ganze Generationen.
Der Präsident der Diakonie setzt göttliche Gebote außer Kraft,ein mächtiger Mann.
Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Arwin« (25. April 2008, 06:10)
Barbara44
unregistriert
Gruß
Babara
Barbara44
unregistriert
Barbara
Arwin
unregistriert
Wenn Kotnick der Meinung ist,das war legal dann sollten bei allen Verantwortlichen die Arlarmglocken bimmeln und die Befürchtung tut sich auf, das diese Therapie immer noch aktzeptabel erscheint und genau wie früher unter dem Deckmantel der Diakonie gang und gebe ist.
Oder wurde ein anderer Weg gefunden die Diakonie finanziell am Leben zu halten?
Kirchen in anderen Ländern haben ihre Schuld anerkannt und tun Abbitte,der Herr Kotnick muß Wisseschaftliche Ergebnisse abwarten,weiß aber, das es nur Einzelfälle sind.
Unqualizierter geht es schon gar nicht mehr und wenn er nicht weiß was passiert ist hat er eigentlich seinen Hut zu nehmen.Mit einem Amt nimmt man Verantwotung auf sich.Er schiebt die der Diakonie den Opfern zu,soll heißen,minderjährigen Kindern.
Das sind Christliche Wertvorstellungen?
Er sollte sich schämen.
Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Arwin« (24. April 2008, 20:59)
iche
unregistriert
Hallo Arwin.
Wes Geistes Kind der Kottnik ist, ist schon klar. Haferschleim, rote Grütze, Brotsuppe und auch "Haweigoulasch" Nudeln mit Backobst, alles bekannt. Ich vergaß das Sauerkraut, mit glitschigen Klumpen darin, damit es "einigermaßen" eine "Bindung" hatte. Das Kraut wäre sonst, ohne Stärke, vom Teller gelaufen. Ich erzähle jetzt mal wie es wirklich in Freistatt war. Es war früher ja nicht so daß man was getan haben mußte, um ins Heim zu kommen. Man brauchte nur der "Umgebung" mal verkehrt aufzufallen, schwupp, saß man im Heim. Da diese Heimleiter, die "Diakonie"- immer schon "Erfahrungen" gesammelt hatten und außerdem auf einem "Goldberg" Torf saßen- er mußte halt nur gestochen - und der Brenntorf mit Bagger und Arbeitern - "Zwangsarbeiter" aufgestapelt werden. Und dafür waren wir gerade gut. Man prügelte drauflos, wo immer es ging, und so machten die verschüchterten "Zwangsarbeiter" ihre Arbeit! Ja Herr Kottnik, hier erfahren Sie Ihre Wahrheit, und nicht diesen Blödsinn von Bauern und Haushalshilfe. Aber ich weiß schon, dass auch Sie das wißen.
Es war reine Zwangsarbeit, im Moor!
Genau - SO - war es, Herr Kottnik. Systematisch war der Tag durchgeplant. Aufstehen, Prügel, etwas Zeit zum Frühstück und dann ging es mit den Loren zur "Zwangsarbeit" Torf stechen. Mittags kam der Botenfahrer und brachte etwas zu Essen und Trinken, danach noch eine kurze Rauchpause - falls noch jemand Tabak hatte - denn wir bekamen pro Woche nur ein halbes Päkchen Tabak. Und schon mußte weiter gearbeitet werden. Wegen der "Haushaltshilfe"
Solch einen Quatsch hört man ja selten. Wie ich schon sagte: Mit den Loren, denn es war ja irgendwo im Moor, wo wir arbeiten mußten und nicht etwa (hinter dem Haus) So muß man das sehen, wir waren täglich 8-10 Std. im Moor Torf stechen, oder aufstapeln, je nachdem wie das Wetter war. So etwas nennt man dann auch "Zwangsarbeit".
Jedenfalls keine "Haushaltshilfe! Inzwischen wurde ich gemustert und mußte später entlassen werden, ich wurde beinahe 21 Jahre und außerdem mußte ich zum Militär. Ich war etwa 1 Jahr in Freistatt, und war davon 1Jahr als Zwangsarbeiter beschäftigt. Denn unter den "genannten" Umständen, kann man arbeiten wohl kaum anders, dann "Zangsarbeit" bezeichnen.
Gruß,
iche-Hans
Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »iche« (24. April 2008, 23:56)
Jahrelange vollzeitige erzwungene unentlohnte Arbeit im Akkord in den Heimen und Anstalten der Diakonie - "Zwangsarbeit"/"Ehrenarbeit"/"im Dienste des Herrn"/"Therapie"/"Arbeitserziehung"/"Haushaltshilfe"???
Wenn Kotnick der Meinung ist, das war legal dann sollten bei allen Verantwortlichen die Arlarmglocken bimmeln und die Befürchtung tut sich auf, das diese Therapie immer noch aktzeptabel erscheint und genau wie früher unter dem Deckmantel der Diakonie gang und gebe ist.
Kirchen in anderen Ländern haben ihre Schuld anerkannt und tun Abbitte, der Herr Kotnick muß wissenschaftliche Ergebnisse abwarten, weiß aber, daß es nur Einzelfälle sind.
Unqualizierter geht es schon gar nicht mehr und wenn er nicht weiß was passiert ist hat er eigentlich seinen Hut zu nehmen. Mit einem Amt nimmt man Verantwotung auf sich. Er schiebt die der Diakonie den Opfern zu, soll heißen, minderjährigen Kindern.
Das sind Christliche Wertvorstellungen?
Er sollte sich schämen.
[...] die "Diakonie" [...] auf einem "Goldberg" Torf saßen - er mußte halt nur gestochen - und der Brenntorf mit Bagger und Arbeitern - "Zwangsarbeiter" aufgestapelt werden. Und dafür waren wir gerade gut. Man prügelte drauflos, wo immer es ging, und so machten die verschüchterten "Zwangsarbeiter" ihre Arbeit! Ja Herr Kottnik, hier erfahren Sie Ihre Wahrheit, und nicht diesen Blödsinn von Bauern und Haushaltshilfe. Aber ich weiß schon, dass auch Sie das wißen.Es war reine Zwangsarbeit, im Moor!
Genau - SO - war es, Herr Kottnik
Wie am 22.04.2008 von Frontal21 ( @ http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/11/…7227371,00.html ) berichtet wurde: »Nach Ansicht des Präsidenten des Diakonischen Werkes, Klaus-Dieter Kottnik, sei es damals üblich gewesen, dass Kinder auch auf Bauernhöfen mitgearbeitet haben, mit zum Erwerb der Familie beigetragen haben. "Und so haben die Kinder, die in den Heimen gelebt haben, mitgeholfen, zum Unterhalt der Heime beizutragen. Zwangsarbeit ist etwas, was wir da überhaupt nicht als eine Parallele ansehen", so Kottnik gegenüber Frontal21.«
Ich weiß nicht wo Herr Kottnik sein ‘Wissen’ her hat, aber, meines Erachtens, hat er entweder nicht die geringste Ahnung von dem, von was er da reded, oder er versucht absichtlich – die Diakonie versucht absichtlich, auch heute noch – der breiten Öffentlichkeit etwas vorzuspielen, etwas was einfach nicht den Tatsachen entspricht – und auch damals nicht den Tatsachen entsprach !!!
Herr Kottnik, ich möchte Sie korrigieren: Wir, die Heimkinder, waren keine “Haushaltshilfen” von denen es erwartet werden durfte, wie “zu Hause” oder auf den “Bauernhöfen” den Eltern / dem Vater “mitzuhelfen”! Wir waren press-ganged “ vollzeitige “Außenkommandos” / “Zwangsarbeitskolonnen”, die gezwungen wurden unentlohnt im Akkord zu arbeiten – manche dieser “Zwangsarbeiter”, die jahrelang, vollzeitig, unentlohnt im Akkord in “Außenkommandos” / “Zwangsarbeitskolonnen” in Sommerhitze ( ohne Trinkwasser ! ) und Winterkälte gezwungen wurden zu arbeiten !!!
In der riesengroßen “Colonia Dignidad” = “Kolonie der Würde”, in Chile, wohin sie verschleppt wurden, haben die Insassen, Deutsche sowie Chilenen ( Kinder, Jugendliche, Heranwachsende und junge Erwachsene, beider Geschlechter ) jahrzehntelang, ebenfalls, unentlohnte “Zwangsarbeit” ( “Ehrenarbeit” / “Haushaltshilfe” ) “im Dienste des Herrn” verrichten müssen, während der dortige christliche Sektenführer, Paul Schäfer ( übrigens ein ehemaliger bielefelder Bethel-Erzieher in den 50er Jahren ) behauptete, daß dies “Therapie” oder “Arbeitserziehung” sei und dem Wohle der ganzen “Großen Familie” diene, deren “Vater” er sei. Tägliche religiöse Zwangsindoktrination an der jeder verpflichtet war teilzunehemen, gehörte mit dazu, und alles wurde von “Vater Schäfer” durch Bibelstellen belegt, also mußte es ja die Wahrheit sein.
Ich weiß wovon ich rede. Ich war ein vollzeitiger “Zwangsarbeiter" in der Landwirtschaft in dem evangelisch-lutherischen “Burschenheim Beiserhaus” in Knüllwald-Rengshausen ( Innere Mission / Diakonie ) in 1962 und, danach, in 1963, ein vollzeitiger “Zwangsarbeiter” in dem evangelisch-lutherischen Bethel-eigenen massiven “Torfgewinnungsunternehmen” “Anstalt Freistatt im Wietingsmoor” ( Innere Mission / Diakonie ), wo ich, jeweilig, unentlohnt im Akkord arbeiten mußte, und wo religiöse Zwangsindoktrination an der jeder verpflichtet war teilzunehmen, jeweilig, ebenfalls zur Tagesordnung gehörte.
Übrigens, Herr Kottnik.
Das ( @ http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/11/…7227371,00.html ) von Frontal21 in diesem Programm / Artikel verwendete Farbfoto der kommerziellen Torfgewinnung, zeigt mich im Vordergrund, links, bei der “Zwangsarbeit” im Sommer 1963 auf einem Torffeld in der Nähe von "Deckertau" im Bethel-eigenen "Wirtschaftbetrieb", der "Torfgewinnungsgesellschaft" dem "Freistätter Wietingsmoor", und meine Freistätter “Fürsorgeakte” aus den 60er Jahren, die ich im Internet veröffentlicht habe ( @ http://www.heimkinder-ueberlebende.org/D…ehung_No01.html ) sowohl wie der gesamte übrige Inhalt meiner Webseite Heimkinder-Ueberlebende.org @ www.heimkinder-ueberlebende.org / www.care-leavers-survivors.org belegt und bestätigt alles was ich sage hundertprozentig.
Und der Erziehungswissenschaftler Prof. Manfred Kappeler, scheint, ebenfalls, alles was ich sage hunderprozentig zu bestätigen, nicht nur in seinem extensiven Interview am 22.04.2008 auf Frontal21 ( @ http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/31/…7227519,00.html ), aber, ebenso, auf allen vorherigen, diesbetreffenden, Veranstaltungen an denen er teilgenommen hat, sowie in der Fachliteratur zum Thema.
Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Ehemaliges Heimkind« (25. April 2008, 11:07)
Zur Zeit sind neben Ihnen 26 Benutzer in diesem Thema unterwegs:
2 Mitglieder (davon 1 unsichtbar) und 24 Besucher

