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Hannover ( DW Hannovers ) Seit einem Jahr forscht 'ein' Projektmitarbeiter im Auftrag des Diakonischen Werkes zu Gewalt und Unrecht in der Heimerziehung der 50er und 60er Jahre. Damit reagiert die Diakonie auf die Berichte ehemaliger Heimkinder über Misshandlungen und wirtschaftliche Ausbeutung in konfessionellen und staatlichen Heimen. Ziel der Untersuchung ist es, herauszufinden, in welchem Ausmaß solche Vorfälle auch in evangelischen Heimen im Bereich der hannoverschen Landeskirche vorkamen. Das Projekt befindet sich noch in der Phase der Materialsammlung. Die Archive der Einrichtungen und Ämter wurden zum Teil konsultiert - eine aufwärtige Recherche, wenn man ein Gesamtbild erlangen will. Daneben wurden Interviews mit Betroffenen geführt. Deutlich wird, dass es Fälle von Gewalt und Übergriffen auch hier gegeben hat. Für ein Gesamturteil oder auch nur einen Überblick über die Situation in allen Heimen ist es allerdings noch zu früh. Die Auswertung der Ergebnisse wird nicht vor Mitte nächsten Jahres erwartet.
Ist ja klar ne, erst richtig gut absprechen müßen wir uns schon, ne. Ich meine, die Jugendlichen wurden ja nur ( leicht ) zur Arbeit gezwungen, heute geht das nich so leicht, sich darüber abzusprechen, schließlich müßen wir untereinander einig sein, ne. Nicht wieder so ein Mist wie früher, da war schließlich alles leichter. Die Jugendlichen oder Kinder wurden uns zugeführt, den Rest machten die Aushilfe-Erzieher, es gab ja damals genügend arbeitslose Soldaten. Heute ist das ja alles anders, wir warten und vertrösten die immer wieder, und eines Tages ist die ( Sache ) erledigt. Jo, so machen wir das heute.
schön
Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »schön« (15. Oktober 2008, 18:19)
Witzig?
das ist ja alles garnicht so witzig, aber bei manchen Scripts kann ich es mir einfach nicht verkneifen was dazu zu schreiben. Man lese und staune!
Seit 'einem' Jahr ist 'ein' Projektarbeiter usw. da kann man doch nur lachen oder heulen, oder wie jemand kann. Das geht doch nicht und bringt auch nichts, soviel Zeit haben wir garnicht mehr! Ein Projektarbeiter ? Mehr hatte die Diakonie für uns nicht übrig.
Schön
Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »schön« (15. Oktober 2008, 18:40)
Wer würde sich heute für eine Wiedereinführung von "Geschlossener Unterbringung" wie wir sie in der diakonischen ANSTALT FREISTATT, in dem evangelischen MARIENSTIFT in BRAUNSCHWEIG oder in dem staatlichen GLÜCKSTADT hatten, einsetzen wollen?
QUELLE / TEXTAUSZUG aus einem 18 Seiten umfassenden Vortrag von Prof. Dr. Manfred Kappeler, aufrufbar @ http://www.1968.uni-wuppertal.de/bilanz/…ler_vortrag.pdf
»Prof. Dr. Manfred Kappeler
Vortrag an der Bergischen Universität Wuppertal am 7.7.2008
„Achtundsechzig“ – und die Folgen für Pädagogik und Soziale Arbeit
[ Seite 1 ]
Meine Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen. Ich freue mich über die Möglichkeit, heute Abend als Zeitzeuge zu der angekündigten „Bilanz“ vielleicht etwas beitragen zu können und bedanke mich für die Einladung.
[ Seite 15 ] [ .......... ]
[ ………. ] Fürsorgeerziehung und sogenannte Freiwillige Erziehungshilfe und der unsägliche, Generationen von Kindern und Jugendlichen in der Jugendhilfe stigmatisierende Verwahrlosungsbegriff sind aus dem Kinder- und Jugendhilfegesetz (SGB VIII) verschwunden.
[ Seite 16 ] Eine reine Erfolgsgeschichte also? Weit davon entfernt. Vielleicht war der oben zitierte Widerspruch zwischen Theorie und Praxis der Sozialarbeit noch nie so groß wie gegenwärtig. Das hat im Wesentlichen zwei Gründe: 1.) 1968 gab es eine theoretische Grundlagen der Sozialen Arbeit, beziehungsweise ihrer diversen Teilgebiete, die diesen Namen verdient hätten, erst in einigen Ansätzen. Das hat sich in den vergangenen Jahren auf imponierende Weise geändert. Theorie und theore-tische Selbstreflexion der Sozialen Arbeit haben eine historisch nie dagewesene Höhe erreicht, mit all ihren Widersprüchen, Diskursen, Kontroversen natürlich und gottlob. 2.) Gleichzeitig hat sich die in den siebziger/achtziger Jahren aus der Kritik von „Achtundsechzig“ entwickelte Praxis gegen die neo-liberale Sozialpolitik, die seit der Wende in Deutschland dominant geworden ist, nicht weiter entwickeln können. Seit circa zehn Jahren unterliegt die Soziale Arbeit und mit ihr die Kinder- und Jugendhilfe dem Druck einer Ökonomisierung. Gesamtgesellschaftlich gibt es eher das Gegenteil zu der „Aufbruchstimmung“ von Achtundsechzig, die linken Gruppen in der Sozialen Arbeit den Rücken stärkte. Auf der Ebene der alltäglichen Praxis befindet sich die Jugendhilfe seit Jahren in der Defensive, ihre Legitimations-probleme gegenüber dem gesellschaftlichen Mainstream sind enorm. Unter diesem Druck werden auch Positionen erodiert und schließlich aufgegeben, die zum Fokus der Kritik und der Veränderungen gehörten. Auf dem 13. Jugendhilfetag in Essen, der unter der Selbstverpflichtung „Gerechtes Aufwachsen ermöglichen!“ viele Tausend Menschen aus allen Bereichen der Kinder- und Jugendhilfe versammelte, gab es eine Veranstaltung zu FM., das heißt: „Freiheitsentziehende Maßnahmen für Kinder und Jugendliche in den stationären Erziehungshilfen“, wie die Heimerziehung heute heißt. Circa hundert BefürworterInnen der Wiedereinführung Geschlossener Unterbringung als Regelangebot der Kinder- und Jugendhilfe, unter ihnen SozialpädagogInnen, die in solchen Einrichtungen arbeiten (z.Z. gibt es dreihundert Geschlossene Heimplätze in Deutschland) diskutierten die rechtlichen Rahmen-bedingungen von FM, forderten ein Ende der Kritik an der „Verbindlichen Unterbringung“ beziehungsweise „Pädagogisch-Therapeutischen Intensivstation“, wie sie heute sagen, und berichteten von Wartelisten und einer großen Nachfrage der kommunalen Jugendämter nach Geschlossener Unterbringung, die gegenwärtig nicht annähernd befriedigt werden könne. Es war schwer, dieser überzeugungsmächtigen Vorstellung in der Diskussion kritisch entgegen zu treten. Sie erinnern sich an den populistischen Bestrafungs- und Ausgrenzungswünsche stimulierenden Wahlkampf der CDU in Hessen: Erziehungscamps, Geschlossene Heime, Herabsetzung des Strafmündigkeitsalters wurden da gefordert. Obwohl Minister-präsident Koch mit diesem Programm eine Abfuhr erhielt, hat die Hessische Sozialministerin vor wenigen Wochen dem katholischen Don Bosco-Heim von den Salesianern den Auftrag erteilt, eine Geschlossene Jugendhilfeeinrichtung zu machen. Die Salesianer beziehungsweise ihre Heimerziehung gehörten zu den finstersten Kapiteln der Jugendhilfegeschichte in Deutschland.
Das alles vollzieht sich, während heute, vierzig Jahre nach der Heimkampagne, dreißig Jahre nach dem Jugendhilfetag 1978, Frauen und Männer im Alter zwischen [ Seite 17 ] fünfzig und achtzig Jahren, die als Kinder und Jugendliche in den vierziger bis siebziger Jahren in der Heim- und Fürsorgeerziehung leben mussten, anfangen, in der Öffentlichkeit über die Zerstörung ihres Lebens zu reden, über Demütigungen, Erniedrigungen, Misshandlungen und Ausbeutung in Kinderheimen und Fürsorge-erziehungsanstalten. Sie haben sich im Verein Ehemaliger Heimkinder e. V. organisiert und erreicht, dass der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags sich in drei Anhörungen mit der Heimerziehung bis Ende der siebziger Jahre auseinander gesetzt hat und in diesen Tagen den Bundestag empfehlen wird, wie mit dieser Vergangenheitsschuld der Jugendhilfe gegenüber den Überlebenden heute umgegangen werden soll. Während die großen Träger: die Arbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter mit Unterstützung der Konferenz der Jugendminister, der Caritas-Verband mit Unterstützung der Katholischen Kirche, das Diakonische Werk mit Unterstützung der Evangelischen Kirche in Deutschland, immer noch mit Sprachregelungen wie „Bedauerliche Einzelfälle“ und „Auch die Heimerziehung war lediglich ein Kind ihrer Zeit und hat die gesellschaftlich übliche Erziehung praktiziert“ jede Schuld zurückweisen, sich nicht öffentlich bei den Opfern entschuldigen wollen und Entschädigungsleistungen ablehnen, hat die AGJ [ Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe ] ihren Medienpreis der Kinder- und Jugendhilfe dem Journalisten Peter Wensierski für sein Buch „Schläge im Namen des Herrn – Die verdrängte Geschichte der Heimkinder in der Bundesrepublik“ auf dem Jugendhilfetag in Essen verliehen und immer mehr Einzelne und Gruppen und Einrichtungen unterstützen inzwischen die Initiative der Ehemaligen. Auch viele andere Veranstaltungen auf dem Jugendhilfetag [ der vom 18.-20. Juni 2008 in Essen abgehalten wurde und 40000 Besucher zählte ] und neue Initiativen für eine Kritische Soziale Arbeit zeigen, dass eine Polarisierung begonnen hat, deren Ausgang gegenwärtig offen ist. „Es ist doch noch nicht aller Tage Abend…“ hat Hans-Uwe Otto in der Festschrift zu meinem fünfundsechzigstem Geburtstag 2005, die den Titel „Einmischungen“ trägt, mir zugerufen – auch er achtundsechzig Jahre alt und einer von den „Sechzigern“, die ich oben skizziert habe. Er schrieb damals:
„Soziale Fragen werden immer gesellschaftlich entschieden. Notwendig ist daher auch eine Repolitisierung der Sozialen Arbeit, um nicht einen verkürzten Aktivismus beziehungsweise einer governmental eingefassten Aktivierung als neuer Steuerungsgröße ausgeliefert zu sein. Über die Jahre hinweg ist das Sozialstaatsmodell zunehmend erodiert (und das Gelbe vom Ei war es noch nie, möchte ich hinzufügen, M.K.) und droht heute fast vollständig durch die kapitalistische Strukturlogik marktwirtschaftlichen Handelns substituiert zu werden.“ (vgl. Musfeld/Schmidt 2005).
Heinz Sünker forderte im Jahre 2000 in Anknüpfung an „Achtundsechzig“ „Eine Soziale Arbeit“, die sich in Theorie, Praxis und analytischer Kompetenz ihre gesellschaftstheoretischen und gesellschaftspolitischen Kontexte, wie ihrer professionellen Perspektiven bewusst ist und substantielle Veränderungsprozesse erneut zu ihrem Thema zu machen“, und vor zwei Wochen auf einem Podium des Jugendhilfetags sagte er, es werde nur gelingen, wenn wir von der Analyse zur Konfrontation übergehen, angesichts eines Klassenkampfs von oben. Da schließt sich der Bogen zu 1968 und zu konfrontativen Aktionen wie der Heimkampagne. Zum Abschluss möchte ich noch einen weiteren Wuppertaler zitieren, der heute hier [ Seite 18 ] ist, den Dekan der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät, Andreas Scharschuch. Er schrieb ebenfalls im Jahre 2000 in der gleichen Publikation wie Heinz Sünker, der Festschrift zum sechzigsten Geburtstag von Hans-Uwe Otto:
„Der Ansatzpunkt für eine politische Strategie zur Realisierung und Sicherung des Bürger-Status liegt nicht hinter einem entfernten gesellschaftlichen Horizont, sondern wird greifbar in der Realisierung demokratischer Formen der politischen Auseinandersetzung aller Beteiligten in den konkreten Institutionen und Einrichtungen der Sozialen Arbeit.“
Aber anders als 1968 muss sich die Soziale Arbeit und mit ihr die Kinder- und Jugendhilfe heute selbst ermächtigen, denn der gesellschaftliche Wind bläst ihr ins Gesicht statt ihr den Rücken zu stärken.
Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und ihre große Geduld.«
Dieser Beitrag wurde bereits 7 mal editiert, zuletzt von »Ehemaliges Heimkind« (16. Oktober 2008, 09:02)
Jeder kann im Diakonie-Forum sein eignes Thema eröffnen - was auch immer er oder sie für richtig hält !!!
Es ist zwar nicht sofort klar wie man das macht – vielleicht aber könnt Ihr es so versuchen:
1.) Auf der Homepage selektiere einfach die Katgorie "Off Topic" oder die Kategorie "Diakonie in Deutschland"
2.) Oben rechts erscheint dann auf der Seite, die Du gerade aufgerufen hast, der blaue Knopf "Thema erstellen". Klick diesen Knopf an.
3.) Jetzt wirst Du Dich auf der Seite "Neues Thema erstellen" @ http://www.diakonie-forum.de/index.php?f…adAdd&boardID=1 befinden. Dort ist eine neue Box wo Du Deinen Beitrag verfassen und absenden kannst.
In dieser Beitrags-Box, wenn Du dort über die Kategorie "Off Topic" gelangt bist, kannst Du, zum Beispiel, dort auch folgenden Thread beginnen: "Wer will mit mir einfach mal nur so chatten?"
Und, natürlich kann man sich auch per "Privat Nachricht" mit anderen Usern austauschen.
Viel Glück und viel Spaß !
Hoffe Euch allen hiermit geholfen zu haben.
Mit freundlichen Grüßen aus Down Under
Ehemaliges Heimkind
Salesianer?
Geschlossene Unterbringung? Nun isses aber gut. Hört bloß auf zu suchen nach irgendwelchen Don Bosco Heimen, wenn Ihr keine Probleme haben wollt, Ihr Vormünder, Jugendhilfen und sonstigen 'Jugendvernichter'. Das hört sich gerade so an, als wollten die, die Zeit zurückdrehen?! Don Bosco ist sogar mir, der in Freistatt war, ein Begriff. Hört bloß auf mit dem Mist, sonst kommen die ehemaligen über Euch! Uff, ich habe gesprochen.
Schön
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macht, ist die Tatsache, das die Opfer der Lüge bezichtigt werden, Das ist schlimm